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Holunderblüten


                        

 

Holunderblüte – schmackhaftes und gesundes Sommerkraut
 
Holunder ist in ganz Europa, West- und Mittelasien sowie Nordafrika heimisch. Bei uns findet man ihn häufig in Gärten und an Bachufern. Der Aberglaube, dass Holunder der Wohnsitz der beschützenden Hausgötter sei, lässt uns noch heute Holunder in ländlichen Gegenden nahe der Viehstelle, Scheunen und Wohnhäuser finden. Als Volksnamen werden für den Holunder Elderbaum, Holder, Holler sowie Schwitz-, Flieder- und Betscheletee verwendet.

Die Ernte der gelblichweißen, unangenehm riechenden Blütendolden, die aus kleinen Blümchen bestehen, findet am Ende der Blütezeit (Juni/Juli) statt. Holunderblüten mobilisieren die körpereigenen Abwehrkräfte. Hauptanwendung der Holunderblüte ist daher der Schwitztee bei fieberhaften Erkältungskrankheiten und als Vorbeugungsmittel gegen Erkältungen und Grippe. Holunderblüten-Naturtee eignet sich als Schnupfenmittel auch für Säuglinge und Kleinkinder.

In der Volksmedizin gelten Holunderblüten auch als Blutreinigungsmittel bei Hautunreinheiten und üblem Körpergeruch. Auch bei Rheuma und Gicht verwendet man Holunderblüten. Äußerlich werden die Blüten in Kräuterkissen und als Umschlag bei Schwellungen und Entzündungen verwendet. Gegenanzeigen und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.
 
Geerntet werden die Blüten und dann im August und September die violettschwarzen Beeren, die in rohem Zustand allerdings oft giftig wirken. Wenn man sie jedoch zu einem Saft verkocht, kann dieser Besserung bei Husten und Schnupfen bringen und mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C und Kalium weitere Heilungskräfte mobilisieren. Die Linderung von Migräne und neuralgischer Zustände wird dem Saft ebenfalls nachgesagt.

Holunderblüten in der Küche:

Eine besondere Spezialität sind in Backteig getauchte und in Fett schwimmend gebackene Holunderblüten (in Bayern „Hollerkücherl“) und der süße Holundersirup.
Holunderküchlein
Zutaten: 125g Mehl, 1 ganzes Ei, 2 Eiweiß, etwas Salz, 3 EL Zucker, 1/2 Tasse Milch, Holunderblüten
Von Mehl, 1 Ei, Salz, Zucker, Milch macht man einen dünnflüssigen Pfannkuchenteig und mengt den steifen Eierschnee darunter. Die frischen Holunderblüten (nicht waschen!) werden, am Stil haltend, in den Teig getaucht, abgetropft und in heißem Fett gebacken. Danach wird der dicke Stil abgeschnitten, die Küchlein werden mit Küchenkrepp entfettet, mit Puderzucker bestreut  und warm serviert. Zimt und eine Kugel Eis sowie Himbeermus sind eine Erweiterung dieses bayrischen Rezeptes.
 
 
Zum Trinken bereitet man sich klassischerweise eine Holunderlimonade:

In eine Glaskanne gibt man ungefähr einen Liter Wasser, löst darin 2 TL Zucker auf, gibt 6 bis 7 frisch aufgeblühte Blütenteller vom Holunder sowie 2 ungespritzte Zitronenscheiben in das Wasser. Mit einem Tuch abgedeckt lässt man das Ganze ein paar Stunden in der Sonne ziehen, kühlt es ab und gießt es durch ein Sieb in Trinkgläser. Und es geht auch noch naturnäher: einfach den Zucker weg lassen!
Will man sich Hollerlimonade für spätere Zeiten einfrieren, bereitet man ein Konzentrat aus Zuckerwasser, Zitronenscheiben und Holunderblüten, welches man dann im Eiswürfelbereiter einfriert und als Hollerlimonaden-Eiswürfel im Wasserglas jederzeit wieder auflösen kann.
 

 


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